Aktuell

30.06.2008

Organizational Behavior - EM 2008 - Wer sind die Gewinner?

Spanien ist Fußball -Europameister! Sie sind die unangefochtenen Turniersieger, das Siegerteam 2008. Unter Gesichtspunkten von Organizational Behavior sind neben dem Spanischen Nationalteam auch noch andere Gewinner zu verzeichnen. Die Fußballelf als Team ist hier genau so zu betrachten wie zum Beispiel die Organisation in der Wirtschaft.

Dank medialer Aufbereitung durfte der Zuschauer und Leser an vielen Imponderabilien rund um die EM 2008 teil haben. Gefährdungspotenzial für Instabilität ist im menschlichen Verhalten, in Organisationen über die Maßen vorhanden.  

Konflikte, Kommunikation, Verhalten, Entscheidungsfindung, alles wichtige Bereiche mit denen sich jeder einzelne Mensch tagtäglich auseinander setzen muss. Im Turnier, während des Spiels sind es elf von diesen Menschen - ohne Führung, ohne Halt eine vorprogrammierte Konfusion mit elf Einzelschicksalen.

Das Funktionieren, die Energie, das Wachstum und die Stabilität kommen über die Entwicklung der Organisation, über die Verantwortung, über die Führung, die Philosophie. 

Gewinner für die Zukunft sind auch die ausgeschiedenen Teams, die als Einheit aufgetreten sind, für ihr gemeinsames Ziel alles gegeben haben. In Vorbereitung auf die WM werden sie ihr „handwerkliches Können“ verbessern, mit der riesigen Motivation im Gepäck, dass sie viele Nationen beinahe aus dem Turnier gespielt hätten.

Es gibt auch einzelne Gewinner. Spieler, die im Turnier zu besseren Leistungen fähig waren, als in ihrem Fußballalltag. Ihr Gewinn ist die Gewissheit, dass etwas Großartiges in ihnen steckt, Weiterentwicklung ist hier gefragt, Organizational Behavior wie Leadership. Es winkt eine reichere Ernte für die ganze Organisation.

Und die Spanier? Von Technik und Fitness war nicht viel die Rede, beides war bis zum Schluss vorhanden. Vom Trainer war die Rede, er selbst war nach außen nicht so redselig, galt vielen als schwieriger Mensch. Und von regionalen Grabenkämpfen war die Rede, von denen, die es nicht mehr gab, weil die ganze Mannschaft für Spanien gespielt hat. Den Rest der Geschichte kennen der Trainer und seine Mannschaft, die Eingeweihten.

Es ist am Ende der variable Faktor Mensch, der den Unterschied machen kann!

Das geschmiedete Team, das Stärke und gewachsene Einheit ausstrahlt, hat eine wichtige Doppelfunktion: Nach innen stärkt es wie ein Perpetuum Mobile die Mannschaft, nach außen schwächt es den Gegner/ den Wettbewerb. Ein Kraftfeld strahlt -  rundherum.  

Wer Weltmeister wird? Möge 2010 das beste Team gewinnen!

Wilhelms & Partner